2018 besuchte ich erstmals das geschichtsträchtige Haus Hohe Rhön in Haselbach für Delegiertenversammlung und Leiter-Mitarbeitertage.
An irgendeinem Punkt des Programms fiel auf der Bühne ein Halbsatz, wahrscheinlich spontan geäußert vom damaligen Leiter der Hochschul-SMD.
Aber dieser Halbsatz hat mir offenbart, wo die Ursache lag für die Zweifel, die an mir nagten. Zweifel, ob ich wirklich zu Jesus gehörte, ob ich wirklich Christ und errettet sei. Denn dieser Halbsatz erinnerte mich an einen besonders prägenden Mitarbeiter in einem Ferienlager sechs Jahre zuvor und die durch ihn ausgelösten, unterbewussten Fragen und Unsicherheiten.
Mit meinen neu offenbarten, aber dadurch nicht kleineren Zweifeln stand ich also da, als ein anderer Teilnehmer der Leiter-Mitarbeitertage auf mich zukam und mir unvermittelt anbot, für mich zu beten (“Meine Jungs haben gerade für mich gebetet, jetzt bist du dran.”). Ich weiß heute noch, dass wir im Heimbuchersaal knieten und der Beter Gott mit “Vaddern” ansprach (offenbar Mitglied einer norddeutschen SMD-Gruppe).
Mit diesem Gebet begann eine zweieinhalb Jährige Zeit des Suchens und Fragens danach, ob da noch was fehle in meinem Glauben – ob nicht noch irgendetwas großes Geschehen müsse, damit ich mir ganz sicher sein könne.
Bis ich irgendwann merkte, dass der Zweifel verschwunden und dafür eine tiefe Sicherheit eingezogen war – ganz ohne große Effekte. Wie als wollte Gott sagen: “Nein, da hat überhaupt nichts gefehlt.”
Mittlerweile durfte ich viele weitere Wochen in Haselbach verbringen und werde jedesmal an diesen Halbsatz mit großer Wirkung erinnert.