2017 begann ich mein Studium in Leipzig. Wie so oft veränderte sich vieles, als ich von meiner Familie wegzog und anfing, scheinbar Selbstverständliches wie meinen christlichen Glauben zu hinterfragen. Im ersten Semester besuchte ich eine christliche Gruppe, fühlte mich dort mit meinen Zweifeln, meiner Kritik und meinem Hinterfragen aber nicht richtig aufgehoben. Das Miteinander empfand ich teilweise als „christliche Kuschelpädagogik“. Mich störte die Blase, in der christliche Studierende zu leben schienen. Gleichzeitig geriet ich in eine tiefe Glaubenskrise, trennte mich von meinem damaligen Partner und wollte die Freiheiten des Lebens jenseits „christlicher Regeln“ ausprobieren und genießen.
Von der SMD hatte ich bereits gehört, wollte aber zunächst nicht hingehen, weil meine beiden älteren Cousinen dort waren und ich es ihnen nicht nachmachen wollte. Gleichzeitig merkte ich, dass mir zunehmend der Boden unter den Füßen wegzog, je mehr ich mich von Gott und dem Glauben an ihn entfernte. Deshalb beschloss ich, der SMD Leipzig eine Chance zu geben.
Dort besuchte ich einen Hörsaalvortrag von Dr. Jürgen Spieß zur Historizität der Auferstehung – und dieser Vortrag veränderte vieles, wenn nicht sogar alles. Mich begeisterte, dass es Christen gab, die sowohl ihre wissenschaftliche Disziplin als auch ihren persönlichen Glauben ernst nahmen und beides kritisch hinterfragten. Besonders beeindruckten mich Dr. Jürgen Spieß’ tiefe, aufrichtige Liebe zu Jesus und die durchdachten Gründe und Indizien für seine Person und Auferstehung. Ebenso faszinierte mich, dass Christen an der Universität öffentlich präsent sind, sich nicht zurückziehen, sondern offen in Gespräche und Diskussionen treten.
Mir war klar: Zu dieser Gruppe möchte ich gehören! Hier wollte ich meinen Zweifeln nachgehen und zugleich die guten Gründe für den christlichen Glauben entdecken.