Meine SMD-Geschichte beginnt mit 14 Jahren in den Wäldern Norwegens. Eine meiner Teenkreis-Mitarbeiterin hatte mich und zwei Freudinnen auf eine SMD-Schüler-Freizeit eingeladen. Von mir aus hätte ich mich wahrscheinlich nicht dazu entschieden, mitzufahren, doch meine Freudinnen waren überzeugt und so ließ ich mich mitreißen. Bevor es aber nach Norwegen ging, machten wir noch einen Übernachtungs-Zwischenstopp in einer Studi-WG und vielleicht habe ich da zum ersten Mal echte SMD-Luft geschnuppert. Das Abendessen war angebrannt, die anschließende Abspülaktion chaotisch, aber die Menschen sind mir mit einer Offenheit und Herzlichkeit begegnet, wie ich sie vorher noch nirgendwo erlebt habe. Diese Offenheit und Herzlichkeit waren auch prägend für die Zeit in Norwegen. Auf der Freizeit habe ich entdeckt, was lebendiges Christsein bedeutet. Das war lebensverändernd, auch wenn ich noch nicht ahnte, wie sehr die Entscheidung, mit auf die Freizeit zu fahren, mein Leben bestimmen würde. Es folgten noch ein paar weitere Freizeiten, mit stets spannenden Gottes- und Menschenbegegnungen. Hätten diese Freizeiten mit ihren verschiedenen, tollen Menschen aus ganz Deutschland nicht meinen Horizont erweitert, hätte ich meine Kleinstadt vielleicht nie verlassen. Aber mit jedem neuen SMD-Abenteuer reifte mein Entschluss, nach der Schule auch in eine Uni-Stadt zu ziehen, in einer WG zu wohnen (vielleicht eine weniger chaotische, haha) und natürlich eine SMD-Hochschulgruppe zu besuchen.
Allerdings lief das nicht ganz so wie geplant. Mangels Studienplatz sah es für kurze Zeit doch erst mal so aus, als würde ich in der Heimat hängenbleiben. Doch dann kam der Nachrückplatz aus Marburg, wo ich eigentlich nicht hin wollte – doch Freunde und Familie gaben mir den entscheidenden Stoß. Erst in meinem dritten Semester landete ich schließlich in der Hochschulgruppe und fühlte mich dort gleich sehr beheimatet. Während meines Studiums habe ich in meinem Glaubensleben viele Höhen und Tiefen erlebt und meine SMD-Gruppe hat mir eine stabile Basis geboten. Und schließlich hat mir Gott in einer Zeit des intensiven Betens über meine berufliche Zukunft eine Stelle in der SMD-Zentralstelle vor die Füße gelegt. Nun darf ich seit knapp 10 Jahren hauptamtlich bei der SMD unterwegs sein. Ich bin sehr dankbar für den Weg, den ich durch die SMD gehen durfte.