Von Fremd zu Hause – wie die IK zu meiner Familie wurde ❤️🌏

Juanito

·

Marburg
Meine Geschichte mit der IK begann Anfang 2018. Ich war erst im November 2017 nach Deutschland gekommen und lebte somit erst seit wenigen Monaten hier. Durch Jan, den ich aus meiner Gemeinde kannte, erfuhr ich von der IK. Er erzählte mir von einer internationalen Gruppe in Marburg, in der sich Menschen aus verschiedenen Ländern treffen, gemeinsam Zeit verbringen, die Bibel lesen und über den Glauben sprechen. Das machte mich neugierig, und so entschied ich mich, einfach mal vorbeizuschauen. Damals war für mich vieles noch neu. Meine Deutschkenntnisse waren noch nicht besonders gut, ich kannte nicht viele Menschen und fühlte mich manchmal fremd. Ich war noch dabei, mich an das Leben in Deutschland zu gewöhnen und meinen Platz zu finden. Doch schon bei meinem ersten Besuch in der IK erlebte ich etwas Besonderes. Ich wurde vom Team und von der ganzen Gruppe so herzlich aufgenommen, dass ich mich direkt willkommen und irgendwie wie zu Hause fühlte. Obwohl wir aus unterschiedlichen Ländern kamen, hatte ich das Gefühl, dazuzugehören. Mit der Zeit wurde die IK für mich viel mehr als nur eine Gruppe, die sich regelmäßig trifft. Sie wurde zu einer Familie. Ich lernte Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen kennen. Aus einigen Begegnungen entstanden enge Freundschaften, die bis heute bestehen. Gleichzeitig lernte ich, andere Kulturen besser zu verstehen, offener auf Menschen zuzugehen und die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Auch für meinen Glauben war die IK eine große Bereicherung. Durch das gemeinsame Bibellesen, die Gespräche und den Austausch mit anderen durfte ich viel Neues über Gottes Wort lernen und meinen eigenen Glauben vertiefen. Besonders wertvoll war für mich, dass wir auch mit Menschen über Gott und Jesus sprechen konnten, die selbst noch nicht gläubig waren. Dabei habe ich etwas Wichtiges gelernt: Wir wissen oft nicht, was Gottes Wort im Herzen eines Menschen bewirkt. Manchmal haben wir vielleicht nicht direkt gesehen, dass jemand zum Glauben gekommen ist. Aber ich glaube fest daran, dass die Worte, die wir miteinander geteilt haben, nicht einfach verloren gehen. Vielleicht erinnern sich manche Menschen erst Jahre später daran, wenn sie längst wieder in ihrer Heimat sind. Vielleicht hören sie irgendwann erneut etwas über Jesus, erinnern sich an ihre Zeit bei der IK und beginnen, sich wieder mit dem Glauben zu beschäftigen. Ich sehe es so: Wir dürfen Samen säen, aber Gott ist derjenige, der sie wachsen lässt. Vielleicht erleben wir die Früchte unserer Arbeit nicht selbst. Aber ich hoffe und bete, dass Menschen durch das, was sie bei der IK gehört und erlebt haben, eines Tages Jesus persönlich kennenlernen und sich entscheiden, ihm ihr Leben anzuvertrauen. Diese Hoffnung hat mich immer wieder motiviert. Ein weiterer besonderer Schritt war für mich, als ich selbst Mitarbeiter bei der IK wurde. Ich durfte Verantwortung übernehmen, Treffen mitgestalten, Menschen begleiten und meinen Glauben mit anderen teilen. Das war für mich nicht einfach nur eine Aufgabe, sondern etwas, das ich wirklich von Herzen gerne gemacht habe. Natürlich gab es auch viele wunderschöne Erinnerungen: gemeinsame Treffen, Gespräche, Lachen, neue Freundschaften und besonders unsere gemeinsame Freizeit, bei der wir als Gemeinschaft noch enger zusammengewachsen sind. Wenn ich heute auf meine Zeit bei der IK zurückblicke, bin ich unglaublich dankbar. Die IK hat mir nicht nur geholfen, in Deutschland anzukommen, sondern mich auch persönlich und in meinem Glauben wachsen lassen. Was mich heute besonders berührt, ist, dass ich selbst einmal derjenige war, der neu in Deutschland war, die Sprache noch nicht richtig konnte und sich fremd fühlte. Und heute darf ich als Mitarbeiter dazu beitragen, dass andere internationale Studierende, die vielleicht gerade genau dasselbe erleben, einen Ort finden, an dem sie willkommen sind, Freundschaften schließen und Gottes Liebe kennenlernen können. Für mich ist das etwas ganz Besonderes. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel es bedeutet, in einem fremden Land Menschen zu begegnen, die einen herzlich aufnehmen. Für mich ist die IK nicht einfach nur eine internationale Gruppe. Sie ist eine Familie, ein Ort der Begegnung, des Glaubens und der Gemeinschaft. Ein Ort, an dem aus Fremden Freunde und aus Freunden Familie werden. Und wenn ich mir für die Zukunft etwas wünsche, dann ist es, dass die Menschen, die Teil unserer IK waren, nicht nur schöne Erinnerungen mitnehmen, sondern auch etwas von Gottes Liebe in ihren Herzen behalten – egal, wohin ihr Weg sie führt. Dafür bin ich Gott und allen Menschen, die Teil dieser Geschichte geworden sind, von Herzen dankbar. ❤️
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